Steuerberaterprüfung

Die Steuerberaterprüfung ist eine bundeseinheitliche Prüfung, die von den Steuerberaterkammern abgenommen wird. Ein bestandenes Steuerberaterexamen ist Voraussetzung für die Bestellung zum Steuerberater bzw. zur Steuerberaterin. 

Das Examen gilt als eine der härtesten Prüfungen in Deutschland. Aber das Bestehen des Examens ist kein Geheimnis. Es ist das Ergebnis von harter Arbeit. Und wer es schafft, hat am Ende beste Karrierechancen. Fast 30 % aller Steuerberater in Deutschland befinden sich im rentenfähigen Alter (Quelle: Statista). Wer die Steuerberaterprüfung erfolgreich absolviert, hat also gute Aussichten, im Beruf schnell Verantwortung zu übernehmen und/oder als Kanzleinachfolge einzusteigen. Wir lichten für Sie den Zulassungsdschungel und verraten Ihnen, was Sie bei der Vorbereitung beachten müssen.

1. Voraussetzungen für die Zulassung zur Steuerberaterprüfung

 

1.1 Fachliche Voraussetzungen für die Steuerberaterprüfung

Die Ausbildung zum Steuerberater ist eine Aufstiegsfortbildung. Das heißt, um zur Prüfung zugelassen zu werden, müssen Sie vorab eine Ausbildung in einem fachverwandten Beruf oder ein Hochschulstudium absolviert haben. Je nach vorheriger Ausbildung  müssen Sie außerdem unterschiedliche Praxiszeiten vorweisen. Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung ergibt sich aus dem Steuerberatungsgesetz (vgl. § 36 StBerG) sowie der Durchführungsverordnung.

1.1.1 Zulassung zur Steuerberaterprüfung mit Studium

Möglichkeit 1: Hochschulstudium mit einer Regelstudienzeit von mindestens acht Semestern

  • Haben Sie ein wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium (Bachelor, Master, Diplom, etc.) mit einer Regelstudienzeit von mindestens acht Semestern abgeschlossen, benötigen Sie danach eine praktische Tätigkeit von 2 Jahren in Kanzlei oder Steuerabteilung eines Unternehmens.

Möglichkeit 2: Hochschulstudium mit einer Regelstudienzeit von weniger als acht Semestern

  • Haben Sie ein wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium (Bachelor, Master, Diplom, etc.) mit einer Regelstudienzeit von weniger als acht Semestern abgeschlossen, benötigen Sie eine anschließende praktische Tätigkeit von 3 Jahren in Kanzlei oder Steuerabteilung eines Unternehmens.

Tipp: Duales Hochschulstudium Steuerrecht/Taxation mit DR. BANNAS

Haben Sie den berufsbegleitenden Master von DR. BANNAS absolviert, benötigen Sie im Anschluss keine weitere praktische Tätigkeit in Kanzlei oder Unternehmen. Bestandteile unseres Konzepts sind ideal aufeinander abgestimmt: Sie sammeln Berufserfahrung bereits während des Studiums und können direkt im Anschluss die Prüfung antreten. Schneller geht's nicht.

Die Voraussetzung für unseren Masterstudiengang ist ein berufsqualifizierendes wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches Studium (Bachelor, Diplom oder Staatsexamen) in einem Umfang vo mind. 180 ECTS und 6 Studiensemestern. Mehr dazu finden Sie auf unseren Seiten zum Master of Taxation. Generell gilt beim Studium: haben Sie zwei aufeinander aufbauende Studiengänge (z.B. Bachelor und Master) absolviert, kann die Regelstudienzeit addiert werden. Dadurch müssen Sie meist nur 2 Jahre Berufserfahrung vorweisen. In diesem Falle zählt bereits jede berufliche Tätigkeit nach dem ersten akademischen Abschluss.

1.1.2 Zulassung zur Steuerberaterprüfung ohne Studium

Sie können aber auch ohne Hochschulstudium Steuerberater werden. Als fertiger Steuerfachwirt oder Steuerfachangestellter oder mit einer anderen abgeschlossenen Berufsausbildung gelten folgende Voraussetzungen:

Möglichkeit 1: Zulassung zur Steuerberaterprüfung als Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter:

  • Haben Sie eine Aufstiegsfortbildung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter (IHK) absolviert, benötigen Sie danach eine praktische Tätigkeit von 6 Jahren in Kanzlei oder Steuerabteilung eines Unternehmens.
  • Hinweis: Diese Regelung ist neu und gilt für Prüfungen ab 2021.

Möglichkeit 2: Zulassung zur Steuerberaterprüfung mit Abschluss in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf (z.B. als Steuerfachangestellter):

  • Haben Sie eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen oder besitzen eine andere gleichwertige Vorbildung, müssen Sie nach Abschluss eine einschlägige praktische Tätigkeit in einem fachverwandten Beruf von mindestens 8 Jahren vorweisen.
  • Hinweis: Diese Regelung ist neu und gilt für Prüfungen ab 2021.

Übrigens! Die Bestehensquoten von Steuerfachwirten liegen im Durchschnitt um 38% höher als die von Prüflingen mit Steuerfachangestelltenausbildung. Als Steuerfachangestelltem oder Fachangestellter empfehlen wir Ihnen daher zunächst die Weiterbildung zum Steuerfachwirt. So können Sie sich Schritt für Schritt auf die Steuerberaterprüfung vorbereiten und optimieren Ihre Erfolgschancen! Weitere Informationen zur Weiterbildung zum Steuerfachwirt finden Sie auf unseren Seiten zur Steuerfachwirt Ausbildung. Sie sind noch unsicher, ob Sie alle Voraussetzungen erfüllen? Dann melden Sie sich einfach bei unserer Ausbildungsberatung

1.2 Persönliche Voraussetzungen für die Zulassung zur Steuerberaterprüfung

Für die Zulassung zur Steuerberaterprüfung gibt es keine direkten persönlichen Voraussetzungen. Erst, wenn es um die Bestellung zum Steuerberater bzw. zur Steuerberaterin geht, müssen z. B. folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • keine Vorstrafen
  • geordnete finanzielle Verhältnisse, z. B. keine Privatinsolvenz
  • fester Wohnsitz in Deutschland

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2. Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung

Das deutsche Steuerrecht ist eines der komplexesten der Welt. Dies liegt an über 200 Gesetzen und Verordnungen, die einen wahren Dschungel schaffen und sich zudem auch noch jedes Jahr aufs Neue ändern. Entsprechend groß ist die Menge an Fachwissen, die Sie in der Prüfung beherrschen müssen. Tatsächlich ist die schiere Masse des Lernstoffes so groß, dass sie als nicht vollständig beherrschbar gilt. Umso wichtiger ist es, die richtigen Methoden zu kennen und insbesondere in der Prüfung die Nerven zu behalten. Wir helfen Ihnen, die richtige Methodenkompetenz zu entwickeln und trainieren mit Ihnen ganz gezielt für die schriftliche und die mündliche Prüfung.

Das Bestehen des Steuerberaterexamens ist vor allem das Ergebnis harter Arbeit. Der erste wichtige Faktor in der Prüfungsvorbereitung ist dabei die Dauer der Vorbereitung.

2.1 Dauer der Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung

Die Dauer der Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung hängt davon ab, welchen Weg bzw. welche Lehrgangsform Sie wählen. So können Sie sich mit einem Vollzeit-Lehrgang in 3 Monaten auf die Prüfung vorbereiten, während Sie sich mit einem Abend- oder Wochenendlehrgang über den Zeitraum eines ganzen Jahres auf das Steuerberaterexamen vorbereiten. Eine weitere Option ist unsere einzigartige Kurs-Flatrate. Nutzen Sie in den 18 oder 30 Monaten alle unsere Vorbereitungskurse. Egal, ob in Präsenz, online oder als Fernkurs.

mehr Infos zur Kurs-Flatrate

2.2 Wege der Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung

Welchen Weg Sie zur Vorbereitung auf das Steuerberaterexamen für Sie der richtige ist, hängt ganz von Ihrer privaten, finanziellen und beruflichen Situation ab.

2.2.1 Berufsbegleitende Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung

Sie sind beruflich und familiär eingebunden, haben daher nur Abends oder am Wochenende Zeit? Dann ist die berufsbegleitende Vorbereitung auf das Stb-Examen das Richtige für Sie! Bei Dr. BANNAS haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Zeitmodellen:

2.2.2 Vollzeit-Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung

Der Arbeitgeber stellt Sie frei und sie haben die finanziellen sowie familiären Möglichkeiten, sich über einen Zeitraum von 3 Monaten vollkommen auf die Vorbereitung auf die Prüfung zu konzentrieren? Dann kommt für Sie ein Vollzeit-Lehrgang in Frage. Bei Dr. BANNAS können Sie wählen zwischen:

Die große Menge an Lernstoff erfordert unbedingt einen frühzeitigen Einstieg. Wer einen Vollzeitlehrgang absolviert, sollte z.B. nicht erst im Frühsommer mit Beginn des Kurses in die Vorbereitung einsteigen. Wir empfehlen Ihnen daher eine intensive Selbstlernphase oder einen zusätzlichen Vorbereitungskurs. 

2.3 Zusätzliche Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung

Neben Ausdauer und Disziplin ist das Klausurentraining ein entscheidender Faktor. Da die schriftliche Prüfung aus drei Klausuren besteht, haben Sie deutlich bessere Chancen, wenn Sie bereits so früh und intensiv wie möglich damit anfangen. 

In den Prüfungen wird aber nicht nur theoretisches Wissen abgefragt. Vielmehr müssen die Kandidaten das Gelernte in der Klausur praktisch anwenden. „Die Teilnehmer müssen die Inhalte auf Praxisfälle anwenden und die Aufgabe in Form eines Gutachtens bearbeiten“, erläutert Andreas Wellmann, Geschäftsführer von DR. BANNAS. Daher sind das Einüben der richtigen Klausurtechnik und das Lernen anhand von Praxisfällen ebenfalls entscheidend, wenn es um den Prüfungserfolg geht.

Wir haben aus diesem Grund in unsere Lehrgänge eine Vielzahl an Prüfungen integriert. In unserem Samstagslehrgang sind es beispielsweise 21 Klausuren. Das ist mehr als bei den meisten anderen Anbietern.

Zusätzlich bieten wir Ihnen weitere Kurse an, um Sie optimal auf die schriftliche und die mündliche Steuerberaterprüfung vorzubereiten:

Hier geht es zu weiteren Informationen zur Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung.

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3. Inhalte, Dauer und Ablauf der Steuerberaterprüfung

Die Steuerberaterprüfung ist in einen schriftlichen und einen mündlichen Prüfungsabschnitt eingeteilt. Um sich optimal vorzubereiten, verschaffen wir Ihnen im folgenden einen Überblick und erklären Ihnen, was es mit den unterschiedlichen Phasen der Prüfung auf sich hat.

3.1 Schriftliche Steuerberaterprüfung

3.1.1 Dauer der schriftlichen Steuerberaterprüfung

Der schriftliche Teil der Steuerberaterprüfung besteht aus 3 Klausuren, die an drei aufeinander folgenden Tagen geschrieben werden. Jede Klausur dauert ca. sechs Stunden.

3.1.2 Ablauf der schriftlichen Steuerberaterprüfung

Der schriftliche Teil der StB-Prüfung findet bundeseinheitlich jedes Jahr an drei aufeinander folgenden Tagen in der ersten vollen Oktoberwoche statt. Ab Ende November/Anfang Dezember werden die Ergebnisse bekannt gegeben. Ab Ende Januar/Anfang Februar finden im Anschluss die ersten mündlichen Prüfungen statt.

3.1.3 Inhalte der schriftlichen Steuerberaterprüfung

Der schriftliche Teil der StB-Prüfung besteht aus drei Klausuren. Diese enthalten folgende Fachgebiete:

KlausurInhalteDauer
Klausur 1Verfahrensrecht, Umsatzsteuer, Bewertungsrecht, Erbschaftssteuer6 Stunden
Klausur 2Ertragsteuern, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, internationales Steuerrecht / Außen-Steuerrecht6 Stunden
Klausur 3Buchführung und Bilanzwesen, Umwandlungssteuerrecht6 Stunden

Pro Klausur werden 6 Zeitstunden angesetzt. Dabei geht es nicht darum, gelerntes Wissen wiederzugeben. Stattdessen müssen Fälle aus der Praxis gelöst werden. Neben Fachwissen ist deshalb vor allem Methodenkompetenz gefragt. Am konkreten Fall werden steuerrechtliche Fragen diskutiert und Gutachten erstellt.

Drei unsere Dozenten haben für Sie pro Prüfungstag ein Video aufgenommen, in dem Sie auf Ihnen Hinweise zur schriftlichen Prüfung geben. 

zu den Videos

3.1.4 Termine der schriftlichen Steuerberaterprüfung

Die Termine für die schriftliche Steuerberaterprüfung stehen bereits für mehrere Jahre im Voraus fest. Für die nächsten Jahre sind die Prüfungen wie folgt terminiert:

JahrTermin
202408.10. - 10.10.2024
202507.10. - 09.10.2025
202606.10. - 08.10.2026
202705.10. - 07.10.2027
202810.10. - 12.10.2028
202909.10. - 11.10.2029
203008.10. - 10.10.2030

3.1.5 Anmeldung zur Steuerberaterprüfung

Diese Termine und Anmeldefristen müssen Sie einhalten: Der Antrag auf Zulassung muss jedes Jahr bis zum 30.04. bei der zuständigen Steuerberaterkammer eingereicht werden. Bei den meisten Kammern wahrt der Zahlungseingang die Frist.

3.2 Mündliche Steuerberaterprüfung

Das mündliche StB-Examen findet an einem Tag statt und wird vor dem Prüfungsausschuss abgelegt. Es setzt sich aus einem Kurzvortrag von ca. 5 bis 10 Minuten sowie sechs weiteren Gesprächsrunden zusammen. Dabei werden die Kandidaten in Kleingruppen - in der Regel bestehend aus vier Teilnehmern - geprüft. In der mündlichen Prüfung werden alle Prüfungsgebiete abgefragt. Die Dauer der gesamten mündlichen Prüfung beträgt etwa 5 bis 6 Stunden. Der Vortrag und jeder Prüfungsabschnitt werden einzeln bewertet und es wird aus allen Noten eine Gesamtnote gebildet. Als Kandidat erhalten Sie ihr Ergebnis direkt im Anschluss.

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4. Benotung der Steuerberaterprüfung

Die Gesamtnote setzt sich aus der Note der schritflichen und der Note der mündlichen Prüfung zusammen. Die drei Klausuren des schriftlichen Teils werden jeweils einzeln benotet. Ist der Gesamtdurchschnitt aller drei Noten nicht schlechter als 4,5 wird der Kandidat zur mündlichen Prüfung zugelassen. In der mündlichen Prüfung wiederum werden zunächst alle sechs Gesprächsrunden (Dauer 5-10 Minuten) sowie der Kurzvortrag einzeln bewertet. Im Anschluss wird auch hier eine Gesamtnote gebildet. Haben Sie insgesamt im Durchschnitt mindestens eine 4,15 erreicht, gilt die Prüfung als bestanden.

STB-PRÜFUNG | SCHRIFTLICHER UND MÜNDLICHER TEIL

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5. Ergebnisse und Durchfallquote der Steuerberaterprüfung

Damit Sie erfolgreich durch die Prüfung kommen, ist jedoch zunächst harte Arbeit gefordert. So kommt es nicht selten vor, dass nur die Hälfte der Prüflinge besteht. Im Jahr 2017 waren es sogar nur 41,6%. Mit einer durchschnittlichen Bestehensquote von über 80% schneiden Prüfungsanwärter der Steuerlehrgänge Dr. Bannas jedoch bereits seit Jahren deutlich besser in der Prüfung ab als der Durchschnitt. Die genauen Prüfungsergebnisse der letzten Jahre sowie die Aufteilung nach Bundesländern finden Sie in unserem Artikel zur Durchfallquote.

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So schaffen Sie die Steuerberaterprüfung - Mit einer Erfolgsquote von 86,3 % sind wir die absoluten Vorreiter

Wir bei DR. BANNAS tun alles, damit Sie die Prüfung erfolgreich bestehen. In unseren Lehrgängen ist deshalb bereits eine Vielzahl an Klausuren integriert. So bereiten wir Sie bereits frühzeitig und gezielt auf die Prüfungssituation vor. Dies gilt übrigens für alle unsere Kurse: ob berufsbegleitend oder Vollzeit, ob im bequemen und sicheren Online-Unterricht oder im Präsenzkurs vor Ort.

Mit zusätzlichen Angeboten, z.B. zur Klausurtechnik können wir zudem ganz individuell auf Ihre Situation eingehen und genau das Lernkonzept erstellen, das zu Ihnen passt. Wir richten uns einfach nach Ihrer Lebenssituation und Ihrem Lerntyp! Die überdurchschnittlich hohe Bestehensquote unserer Teilnehmer von 80,5% gibt uns recht: mit unserem Konzept schaffen auch Sie erfolgreich die Steuerberaterprüfung.

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6. Häufig gestellte Fragen zur Steuerberaterprüfung

Steuerberater werden — geht das auch ohne Prüfung?

Den Steuerberater ohne Prüfung zu machen, wäre für viele sicherlich eine Erleichterung, doch die Bestellung zum Steuerberater erfolgt ausschließlich nach bestandener Prüfung vor der Steuerberaterkammer. Ein anderer Weg ist nicht möglich.

Wer erstellt die Steuerberaterprüfung?

Die Aufgaben der Prüfung werden von den Finanzministerien der Länder erstellt. So soll die Qualität möglichst hoch und konstant gehalten werden. Die Inhalte sind dabei bundeseinheitlich geregelt, d.h. die Prüfung ist in jedem Bundesland und vor jeder Kammer gleich.

Durch wen wird das Steuerberaterexamen korrigiert?

Die Steuerberaterprüfung wird vor einem Prüfungsausschuss abgelegt. Dieser besteht aus drei Beamten des höheren Dienstes oder Angehörigen der Finanzverwaltung. Unterstützt werden diese von einem Korrektorenteam.

Wie erfolgt die Anmeldung zur Steuerberaterprüfung?

Sie müssen die Zulassung bei der für Sie zuständigen Steuerberaterkammer beantragen. Zusammen mit dem Antrag müssen Sie in der Regel beglaubigte Zeugniskopien abgeben. Die genauen Nachweise und Unterlagen können von Kammer zu Kammer unterschiedlich ausfallen. Informieren Sie sich daher unbedingt vorher, welche Dokumente von Ihrer Behörde gefordert werden!

Wie lange dauert die Steuerberaterprüfung?

Der schriftliche Teil der Steuerberaterprüfung besteht aus 3 Klausuren, die an drei aufeinander folgenden Tagen geschrieben werden. Jede Klausur dauert ca. sechs Stunden. Das mündliche StB-Examen findet an einem Tag im darauf folgenden Frühjahr statt. Der mündliche Teil der Prüfung dauert in der Regel insgesamt fünf bis sechs Stunden.

Wie lange sollte man für das Steuerberaterexamen lernen?

Für den wichtigsten Teil der Vorbereitung sollten Sie eine Lernphase von ca. 2,5 - 3 Monaten einplanen. Diese Zeit können Sie entweder in einem Vollzeitmodell im Sommer vor der Prüfung (Vollzeitlehrgang) oder in einem Teilzeit-Modell (Berufsbegleitender Lehrgang) absolvieren. Für den Vollzeitlehrgang benötigen Sie eine Befreiung von Ihrer Arbeitsstelle für den entsprechenden Zeitraum. In der berufsbegleitenden Vorbereitung wird der gesamte Stoff auf einen Zeitraum von 11-12 Monaten aufgeteilt. Anschließend sollte genug Zeit für ein intensives Klausurentraining eingeplant werden (in der Regel 12 volle Tage).

Je nach Vorkenntnissen ist zudem eine Vorbereitung vorab notwendig. Da diese jedoch stark variieren kann, empfehlen wir Ihnen dazu eine Beratung. Haben Sie die schriftliche StB-Prüfung erfolgreich absolviert, müssen Sie sich im Winter nochmals gezielt auf die mündliche Steuerberaterprüfung vorbereiten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der dafür notwendige Aufwand jedoch nur schwer pauschal beziffert werden kann. Er hängt stark von Ihrer Vornote aus dem schriftlichen Examen ab.

Wie viel kostet die Prüfung zum Steuerberater?

Für die Teilnahme an der Steuerberaterprüfung müssen Sie eine Gebühr in Höhe von 1.000 Euro bei Ihrer zuständigen Steuerberaterkammer zahlen. Hinzu kommt eine Bearbeitungsgebühr für den Antrag auf Prüfungszulassung in Höhe von 200 Euro. Daneben müssen Sie die Kosten für einen Vorbereitungslehrgang einplanen. Hierfür gibt es je nach Bundesland aber auch verschiedene Fördermöglichkeiten. Im Service-Bereichen finden Sie alle Förderungen in Deutschland – und auch die Unterstützung, die Sie in Ihrer Region beantragen können.

Wie oft kann die Steuerberaterprüfung versucht werden?

Jeder Prüfling hat drei Versuche. Wichtig ist: es müssen immer beide Teile der Prüfung wiederholt werden – sowohl die schriftliche als auch die mündliche Prüfung. Haben Sie also den schriftlichen Teil bestanden und sind erst am mündlichen Teil gescheitert, müssen im nächsten Versuch beide Teile erneut absolviert werden!

Was wird als praktische Tätigkeit oder Praxiszeit angerechnet?

Die Zulassung zur Prüfung zum Steuerberater erhält, wer eine praktische Tätigkeit von mindestens 16 Stunden in der Woche nachgeht, die sich auf das Gebiet der von den Bundes- und Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern erstreckt. Gemeint sind die so genannten Vorbehaltsaufgaben eines Steuerberaters, beispielsweise Buchführung und das Erstellen von Steuererklärungen und Abschlüssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die praktische Tätigkeit in Voll- oder Teilzeit ausgeübt wird, solange sie die 16 Wochenstunden nicht unterschreitet. Fallen weniger Stunden an, wird die geleistete Arbeit nicht anerkannt, auch nicht anteilig. Wer alle Voraussetzungen erfüllt, erhält die Zulassung zur Steuerberaterprüfung.

Wann ist die Steuerberaterprüfung bestanden?

Sie müssen im schriftlichen StB-Examen eine Note von mindestens 4,5 erreichen, um zum mündlichen Teil der Prüfung zugelassen zu werden.  Haben Sie zusammen mit dem Ergebnis der mündlichen Prüfung im Durchschnitt eine Note von mindestens 4,15 erreicht, gilt die Prüfung als bestanden.

Wie schwer ist die Steuerberaterprüfung wirklich?

Die Steuerberaterprüfung gehört zu den schwierigsten Prüfungen Deutschlands. Das liegt vor allem an der großen Menge an Fachwissen, die Sie sich für das Steuerberaterexamen aneignen müssen.

In der Tat ist die Menge an Lernstoff so groß, dass sie als nicht vollständig beherrschbar gilt. Daher ist es immens wichtig, dass Sie mithilfe einer strukturierten Vorbereitung die richtigen Methoden und Techniken für die Prüfung kennenlernen sowie Schwerpunkte setzen. Wir helfen Ihnen mit unseren Kursen dabei!

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