Die Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug

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Gesetzliche Neuregelungen 2020/2022 und BMF- Schreiben vom 15.03.2022

Mit dem Jahressteuergesetz 2019 wurde die gesetzliche Abgrenzung zwischen Bar- und Sachlohn grundlegend neu geregelt, mit der Folge, dass u.a. nur Gutscheine und Geldkarten als Sachbezug begünstigt sind, die – neben anderen Kriterien – auch die Voraussetzungen des § 2 Abs. 1 Nr. 10 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) erfüllen. Weiterhin wurde die bis zum 31. Dezember 2021 geltende Freigrenze von 44 EUR auf 50 EUR erhöht.

Diese gesetzliche Neuregelung verursacht in der lohnsteuerlichen Beratungspraxis in vielen Fällen Unsicherheit. Steuerlich problematisch hinsichtlich der Eignung als Sachbezug sind insbesondere an Arbeitnehmer ausgegebene Geldkarten, die im Zahlungsverkehr eingesetzt werden können, sowie Gutscheine mit (un)begrenzten Einlösungsmöglichkeiten. Was davon genau unter „begünstigte Gutscheine nach dem ZAG“ fallen kann, blieb lange unklar.

Die Finanzverwaltung hat sich daher mit Schreiben vom 15. März 2022 detailliert zur Abgrenzung zwischen Geldleistungen und Sachbezug geäußert.

Will ein Arbeitgeber ein lohnsteuerliches (Haftungs-)Risiko vermeiden, muss er aus diesem Grund prüfen, ob die im Rahmen seiner Nettolohn-Optimierung eingesetzten Gutscheine/Geldkarten die von der Finanzverwaltung festgelegten Voraussetzungen erfüllen.

Damit Sie auf alle Fragen der Mandanten vorbereitet sind, macht der Vortrag Sie mit den wichtigsten Brennpunkten praxisnah und tagesaktuell vertraut; hierzu werden folgende Punkte besprochen:

  • Lohnsteuerliche Problemstellung
  • Allgemeines: neue Rechtslage ab 2020/2022
  • Übergangsregelungen für 2020 und 2021
  • Abgrenzungskriterien nach § 2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG
  • Tatbestände nach § 2 Abs 1 Nr. 10 ZAG 
    § 2 Abs. 1 Nr. 10a ZAG (begrenztes Netzwerk)
    § 2 Abs. 1 Nr. 10b ZAG (begrenzte Produktpalette)
    § 2 Abs. 1 Nr. 10c ZAG (sog. Zweckgutscheine)
  • nicht (mehr) begünstigte Tatbestände
  • Zuflusszeitpunkt bei Gutscheingewährung
  • Vorrang § 3 Nr. 50 EStG

Weitere Themen – aktuelle Rechtsprechungsänderungen/BMF-Schreiben – werden nach Aktualität bei Bedarf ebenfalls besprochen!

 

Dauer

ca. 2h 

 

Referent

Martin Sieden, Dipl. Finanzwirt (FH)

Martin Sieden ist in der Groß- und Konzernprüfung der Finanzverwaltung Hamburg tätig. Er war zudem viele Jahre in der Steuerberaterausbildung für das FIS - Fachinstitut für Steuerrecht Hamburg tätig. 

 

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Steuerberater:innen und Mitarbeiter:innen in Steuerkanzleien oder -abteilungen.

 

Hinweis: Alle Seminar-Preise sind zzgl. MwSt.

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15.09.2022 08:00 — 10:00